BER26 Lageplan
BER Lageplan Aussenanlagen1 200
BER26 Ansicht Nord
BER26 Ansicht S Üd
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BER26 Querschnitt
3 Schnitt Hoff
BER34 Ansichten
BER34 Schnitte
BER D2 9 2 FASSADENSCHNITT WOLGASTER FENSTER

Wohn- und Geschäftshaus Bernauer Straße 26/34, Vergabeverfahren, 2.Preis
Entwurfskonzept der Gebäude – Baufeld eins und zwei (Auszug)

Die Bebauungsvorschläge für Baufeld eins und zwei sind von einem großen Respekt für das Konzept der Gedenkstätte Berliner Mauer und den hieraus abgeleiteten Festlegungen des noch nicht rechtskräftigen Bebauungsplanes I-34bba geprägt.

Weitere Grundlage des Konzeptes ist die von der WBF GmbH angestrebte Maximierung der erzielbaren Wohnflächen, die Orientierung an dem anzustrebenden Wohnungsschlüssel und dem Schlüssel zwischen geförderten und frei finanzierten Wohnungen. Nicht zuletzt sind die Vorgaben der BauOBln, insbesondere zum geforderten Anteil an barrierefreien Wohnungen, zu Fahrradstellplätzen und Spielflächen zu beachten gewesen.

Die aus dem Standort an der Mauergedenkstätte und der Lage an einer städtischen Hauptstraße entwickelten Besonderheiten des Bebauungsplanes erweisen sich als preistreibend bzw. schlecht für die Ausnutzung des Bauvorhabens. Hierbei ist insbesondere die geringe Baukörpertiefe von nur 12m, die aus der Mäandrierung sich ergebende große Hüllfläche in Relation zum Bauvolumen im Baufeld eins, und die sich aus den Vorgaben ergebende relativ große Raumhöhe der einzelnen Wohnungen gemeint. Nicht zuletzt ist die allgemein angestrebte hochwertige Materialität der Fassade und der Außenanlagen zu nennen. Zugleich bieten die Besonderheiten aber auch die Chancen mit dem Standort entsprechenden besonderen Qualitäten zu reagieren und dazu beizutragen, ein Baustein in dem einmaligen Ensemble der Bebauung auf der Mauergedenkstätte zu werden. Diese Chance wurde genutzt. Gedacht wird dabei an das konsequente Einfügen in das Bebauungskonzept und die sich damit ergebenden vielfältig differenzierten Außenräume und Nutzungsangebote an die Bewohner, die besonders ansprechenden und großzügigen Eingangssituationen über die Nordhöfe und vor allem die sehr schönen und marktgängigen Grundrisse der weitgehend durchgesteckten Wohnungen. Nicht zuletzt ist die Langlebigkeit der Fassade und der Außenanlagen, aber auch die von Seiten der Verfasser geplanten Beiträge zur Verbesserung des Binnenklimas an diesem stark befahreren Standort anzusprechen.

Alle Wohnungen mit mehr als einem Zimmer sind sowohl zur Straßen-, als auch zur Garten- /Hofseite orientiert. Das macht die sehr unterschiedlichen Stadträume auf den beiden Hausseiten für die Bewohner erlebbar. Die Menschenmengen, die an Wochenenden die Bernauer Straße entlang flanieren, können so als Bereicherung, als städtisch, und nicht als ruhestörend empfunden werden.


Projektteam

Bietergemeinschaft Pfeiffer Architekten und Caerus Construction GmbH

Architekt

Pfeiffer Architekten
A. Henrion-Pfeiffer, R. Pfeiffer, O. Vanek, I. Grote

Auslober

WBF - Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Friedrichshain GmbH

Geschosse

Haus Nr. 26: KG + 5-6 Geschosse
Haus Nr. 34: KG + 5-6 Geschosse

Bruttogeschossfläche

Haus Nr. 26 BGF oberirdisch: 5.574,6 qm
Wohnfläche: 3.949,0 qm
BRI oberirdisch: 18.758,6qm

Haus Nr. 34 BGF oberirdisch: 3.949,0 qm
Wohnfläche 1.523,0 qm
BRI oberirdisch: 7.783,8 qm

Besonderheiten

Nordhöfe mit groß gewachsener Hartriegel (cornus Florida rubra/cornus florida, rote u. weiße Blüten); Pflanzbecken, schnellwachsende Selbsglimmer wie Jungfernrebe, Efeu, Kletterhortensie (Parthenocissus tricuspidata, Hedera helix, Hydrangea anomala petiolaris)
Südhöfe mit Holzschwellen eingefasste Hochbeete vorgesehen, schnellwachsende Selbstklimmer wie Jungfernrebe, Efeu und Kletterhortensie - Parthenocissus tricuspidata, Hedera helix, Hydrangea anomala petiolaris
begrünte Spielflächen,
begrünte Aufdachterrassen
alternativ mit Fotovoltaik
Treppenhäuser mit Farbkonzept
Tiefgarage Haus 26

Eine gebäudedynamische Entkoppelung -
mindestens der zur Tram reichenden Kellerwand/ ggf. auch der Bauwerkssohle wird empfohlen um keine Anregungen von der Tram ins Bauwerk zu leiten. Anregungspegel sind in der Baugrube oder einem entsprechendem Schürf zu messen.

Konzept KfW55
Die geplante/ angebotene Baumaßnahme erfüllt aufgrund der geplanten Bauweise und aufgrund des Einsatzes von 100% aufgearbeitetem Biogas gem. §27 Abs. 2 Erneuerbare- Energien-Gesetz mindestens den KfW 55 Standard, aller Voraussicht nach sogar den KfW55EE Standard.
Da von Seiten des Fernwärmelieferanten in diesem Stadium noch keine belastbare Bestätigung zum eingesetzten Biogas vorliegt, kann die erforderliche Zertifizierung als KfW 55 EE – noch nicht durch den Energieberater erstellt werden.
Mit dem KfW 55EE Standard lassen sich erhebliche Förderung je hergestellter Wohnung realisieren.
Alternativ lässt sich die Versorgung mit Wärme über eine geothermische Anlage realisieren, die aufgrund der dann auch möglichen Gebäudekühlung komfortabler, aber auch in der Herstellung teurer und vor allem zeitaufwändiger ist und daher vorerst nicht berücksichtigt wurde. In Anbetracht des Klimawandels und der durchschnittlich eher steigenden Temperaturen muss geklärt werden, ob das Komfortmerkmal Kühlung gewünscht wird.

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